ABARIS
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Café Griensteidl, Wien

Kaffeehaus ⇢ Angst und Angstambulanz ⇢ Medienpolitik der ABARIS Angstambulanz

Ihre Interviews sind von erfrischender Offenheit. Es wäre wünschenswert, mehr davon lesen zu können. Warum ist die Auswahl in der Presse-Rubrik so klein?

Dafür gibt es im Wesentlichen drei Gründe:

1. Presse- und Medienpolitik der Angstambulanz

Mit dem Wechsel von Stuttgart nach Cambridge in Großbritannien hatte unser vormaliger Ambulanz­leiter ab dem Jahr 2006 begonnen, auf Interviews zu verzichten und die Beantwortung von Presseanfragen freundlich abzulehnen. Vielleicht war die Presse damals noch nicht auf breiter Front zu dem verkommen, was heute verharmlosend "Lügenpresse" genannt wird, der aus fast jedem Artikel "Fake News" quellen, aber in einem so unvermeidlich politischen Wissenschafts- und Gesellschaftsbereich wie der Psychotherapie und Psychologie sind die wesentlichen Wahrheiten öffentlich grundsätzlich unerwünscht. Insofern waren auch zuvor Artikel wie jener der Redakteurin Gerlinde Schulte in der "Berliner Morgenpost" vom 06.08.2005, "Die Ratgeber-Autoren verkaufen Illusionen", und jener des Wissenschaftsjournalisten Bas Kast im Berliner "Tagesspiegel" vom 20.08.2004 mit der wahrheitsgemäßen Wiedergabe der Feststellung über das Gesundheitswesen als "System mit den mafiösen Strukturen" positive Ausnahmen in der system­erhal­ten­den Presse. Oder können Sie sich vorstellen, dass heute noch irgendwo in der deutschsprachigen Medienlandschaft frei die Wahrheiten thematisiert werden können, die wir auf unseren Seiten diskutieren ?

Die Presse heute, so schrieb der deutsche Schriftsteller Helmut Krausser in seinem 2014 im Kölner DuMont Buchverlag erschienenen Tagebuch "Deutschlandreisen": "Das ist verlogene Propaganda, keine Berichterstattung. Selbst wenn man als Journalist die Priorität nicht auf die Wahrhaftigkeit, sondern auf das Entertainment der Leser legt – es gibt so etwas wie Anstand, der sich abseits jeder aufgepfropften Moral im gereiften Menschen entwickelt haben sollte. Im Journalismus sucht man gereifte Menschen leider oft vergeblich. Man gerät an böse, frustrierte, tyrannische Kinder, die glauben, ihnen gehöre die Welt. Oder sie ginge ihnen fahrlässig verloren, wenn sie sich in ihr nicht hemmungslos in Szene setzen. Leute, die oft nur in diesem Beruf gelandet sind, weil man sie anderswo längst gemaßregelt, in die Schranken gewiesen hat. Abschaum, der ohne Regulativ tobt und eitert." Dieser bedauernswerte "Abschaum" schäumt heute eine propagandistische und mediale Giftbrühe zusammen, die die Menschen, die sie konsumieren, dumm und krank macht. Seine größten Talente brauchen beim Abschäumen ihrer Lügen nicht einmal eine Quelle in der Realität oder einen Kontakt zur Wirklichkeit. Zu solchen Medien gehen wir auf eine gesund­erhaltende Distanz. Wir können unsere Sicht auf die Welt und ihre Probleme sowie die bescheidenen Lösungen, die wir anzubieten haben, sehr gut auf unseren eigenen Seiten erläutern.

2. Beschränkung auf das Wesentliche

Die Presse-Rubrik bietet bis zum Jahr 2005 eine Auswahl dessen, was wir für wesentlich, gehaltvoll und repräsentativ erachten. Viele andere oder kleinere Berichte, Zitate oder Erwähnungen der ABARIS Angstambulanz in den Medien entfallen hier, weil sich der Inhalt überschneidet oder nicht wirklich eigenständig informativ ist. Wir beschränken uns auf eine überschaubare Zahl von Beiträgen, die die entsprechenden Themen und Botschaften, die wir für wichtig und lesenwert halten, in jeweils bester Weise wiedergeben. Das Interview unseres vormaligen Ambulanz­leiters Dietmar Luchmann mit "FOCUS TV" bietet beispielsweise soviel echte Informationen zum Bereich Angststörungen, dass allein diese Lektüre erschöpfend und heute noch so zutreffend ist wie am 12.10.2001, als das Gespräch in Stuttgart stattfand. Dasselbe gilt auch für sein Interview über die Psychologie der ehelichen und partnerlichen Untreue und des Seitensprungs im Magazin "Max" vom 26.07.2001. Sowohl vorher als auch später hatten viele andere Medien wie "Der Spiegel" oder die "Welt am Sonntag" zu dem Thema Untreue und Seitensprung Interviews, Kommentare oder Statements von Psychotherapeut Luchmann gebracht. Das umfangreiche Interview mit "Max" beinhaltet jedoch alles, was zu Untreue und Seitensprung in der Partnerbeziehung zu sagen war, weshalb wir uns auf dessen alleinige Wiedergabe beschränken konnten. Für viele Artikel zum Thema Angst- und Panikstörungen oder Phobien, die in der Presse-Auswahl auf wenige markante Beiträge reduziert sind, gilt dies ebenso. Alle Informationen, die wir im Zusammenhang mit der Behandlung von Angst- und Panikstörungen sowie Phobien für wichtig halten, finden sich auf unseren übrigen Seiten.

3. Schutz der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten

Nachdem Psychotherapeut Dietmar Luchmann mit dem Beginn des Jahres 2011 die Leitung der ABARIS Angstambulanz in jüngere Hände gelegt hat, besteht die Situation, dass niemand aus dem aktiven Psychotherapeuten-Team und der Leitung der Angstambulanz ohne den Verlust der schützenden Anonymität,¹  deren Notwendigkeit wir an anderer Stelle erläutert haben, mit der Presse und den Medien sprechen kann. Und in Anbetracht der Tatsache, dass es der aktuell politisch-propagandistisch gesteuerten "Lügenpresse" grundsätzlich am Willen zur Wahrhaftigkeit mangelt, würde dies aus dem Psychotherapeuten-Team zudem auch niemand wollen.

So beschränken wir uns in der kleinen Presse-Rubrik bis auf Weiteres auf die für und von Dietmar Luchmann freigegebenen Beiträge. Wir betrachten diese Texte als eine dankbare Erinnerung an den leidenschaftlichen Psychologen und Psychotherapeuten, der unsere Angstambulanz 1992 in Stuttgart gegründet und aufgebaut hat und heute seinen verdienten Ruhestand genießt. Lernen Sie aus seiner Buchrezension der "Doktorspiele" des Postboten Gert Postel die "heiter-böse Bloßstellung dessen" kennen, "wovon Politik wie Psychiatrie bis zur Stufe der Unfähigkeit vorzüglich leben: dem schönen Schein". Dietmar Luchmann schrieb am 10.09.2001 über das Buch des Hochstaplers Postel: "Der falsche Oberarzt und Beinahe-Chefarzt für forensische Psychiatrie reißt Psychiatern und Psychotherapeuten die Maske kundiger Heiler herunter. Postels unterhaltsame Köpenickiade lässt hinter der Fassade des vermeintlichen Expertentums und vorgeblicher Wissenschaftlichkeit ein weiteres Mal hervorquellen, was Psychiater und Psychotherapeuten gern verbergen: Gerade in ihrem Berufsstand findet sich gehäuft neurotisch bedingtes Unvermögen, realitätsferne Gefühlsduselei, spirituelle Phantasterei, pseudowissenschaftlicher Größenwahn und selbstverliebtes Machtstreben." Vor über 16 Jahren geschrieben sind diese Feststellungen heute aktueller denn je: Der Wahnsinn hat inzwischen große Teile der Gesellschaft ergriffen.

¹  Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten von Amerika entschied 1995: "Anonymität ist ein Schild vor der Tyrannei der Mehrheit. [...] Sie veranschaulicht damit den Zweck hinter der Bill of Rights und dem ersten Verfassungszusatz im Besonderen: missliebige Menschen — und deren Vorstellungen von Unterdrückung — vor Vergeltungsmaßnahmen durch die Hand einer intoleranten Gesellschaft zu schützen." [Im Original auf S. 357: "Anonymity is a shield from the tyranny of the majority. [...] It thus exemplifies the purpose behind the Bill of Rights, and of the First Amendment in particular: to protect unpopular individuals from retaliation — and their ideas from suppression — at the hand of an intolerant society."] U. S. Supreme Court No. 93-986 v. 19.04.1995 (514 U.S. 334 [1995]).

 
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